Dienstag, 27. Oktober 2015

Anatomisches Herz




Liebe Neugierige und Kreative

Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder eine Anleitung für euch.
Wer mich kennt, weiss auch sicher von meiner Schwäche für alles Unheimliche. Man sieht es mir nicht an, aber ich habe wirklich eine leicht morbide Vorliebe für Geistergeschichten, Totenköpfe, Anatomische Zeichnungen, Friedhöfe.... Das war schon immer so. Um es mit den Worten meiner klugen Grossmutter auszudrücken (hallo Grosi!): "Man sollte Angst vor den Lebenden haben, nicht vor den Toten."
Darum mag ich den Oktober. Obwohl ich nicht viel von den neuen Feiertagen wie zum Beispiel dem Valentinstag halte, freue ich mich doch, dass wir mit Halloween auf einmal gruseliges in den Läden zu sehen bekommen und in den Kinos wieder makabere Filme laufen.
Schmuck mit Totenköpfen habe ich schon viel gemacht. Der ist auch recht beliebt, aber heute hatte ich Lust auf etwas Anspruchsvolleres. Einen Anhänger in Form eines Herzes! Ha, natürlich kein einfaches Herzsymbol, sondern wie ihr auf dem ersten Foto oben seht, ein anatomisches Herz.

Hier also meine Anleitung:

Zuerst habe ich ein paar Bilder im Internet gesucht, die mir helfen sollten mein Herz halbwegs anatomisch korrekt zu formen. Danach habe ich mir meine passende Farbe aus Fimo zusammengemischt.

 Danach habe ich Schritt für Schritt das Herz wie auf meinen Reverenzbildern nachgebildet:
 Die Venen werden hinzugefügt. Erkennt ihr die Aorta?

 Mit einem Werkzeug habe ich versucht die Ränder zu verstreichen.

Danach habe ich die Oberfläche bearbeitet.

Mit den Löchern in den Venen sieht das Herz schon viel realistischer aus.

Danach habe ich die Adern hinzugefügt und schliesslich konnte das Herz in den Ofen zum Aushärten.


Nach 30 Minuten habe ich das Herz aus dem Backofen genommen und es auskühlen lassen.
Danach habe ich es mit Acrylfarben bemalt.

Bevor die Farbe aber richtig trocknen konnte, habe ich sie wieder mit einem Tuch entfernt. So blieb die Farbe nur in den Vertiefungen zurück. Das gibt dem Herz ein bisschen mehr Tiefe.

 Nachher habe ich alles mit speziellem Lack versiegelt und trocknen lassen.

Mit einem kleinen Handbohrer habe ich ein Loch gemacht und eine kleine Stecköse hineingeschraubt.

Das Herz ist jetzt eigentlich fast fertig:

Ich habe nur noch ein H für Habetrot auf der Rückseite aufgestempelt und eine lange Kette durch die Öse gezogen.

Hier mein Endprodukt:

Ich bin ehrlich ganz zufrieden mit meinem Resultat. Was denkt ihr?

Vielen Dank für den Besuch und hoffentlich bis bald.
Habetrot